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03.04.2017

Mobile Containerlaboratorien als permanente Arbeitsplätze für die Prüfung von Baustoffen

 Vielfach benötigt die Bau-und auch die Baustoffindustrie für die Prüfaufgaben der Eigen- und  Fremdüberwachung von Baustellen oder von internen Produktionsüberwachungen  geeignete Labor-Räumlichkeiten im Werk oder auf den wechselnden nationalen und internationalen Baustellen.
Die Konsequenz ist somit im Regelfall die Schaffung von entsprechenden Räumlichkeiten, hier Laborprüfstellen, durch Umbau von Arbeitsräumen aus dem eigenen Bestand, durch Neubau, Fremd-Anmietung oder durch Containerlösungen.
Diese Räumlichkeiten müssen natürlich auch mit der Arbeitsstättenverordnung (AStV, Stand 2011) harmonieren, da sonst  ein ständiges Arbeiten im Sinne eines ständigen Arbeitsplatzes  nicht zulässig wäre. Auf ein solches ungesetzliches Risiko lässt sich heute kein Arbeitgeber ein. Im Extremfall könnte dies auch zu Schadensersatzforderungen durch den Arbeitnehmer führen.

Einfache Baustoffprüflabors in denen einfache Beton-und Bindemittelprüfungen durchgeführt werden können, haben  einen Platzbedarf von etwa 15 m²bis 30 m².
Hierbei sind der Prüfnorm entsprechende Standartgeräte wie Wagen, Siebmaschine, Rütteltisch, Wasserlagerung, Ausbreitmaß, Schleifmaschine Luftgehaltsprüfer sowie die entsprechenden Edelstahllaborarbeitstische integriert. Für die vorgeschriebenen zerstörenden Prüfungen gemäß EN 196 für Zement bzw. EN 12390 für Beton werden der Boden und die Seitenwand des Laborcontainers verstärkt. Somit lässt sich eine Zement/Mörtelprüfmaschine z.B. 250/15kN oder eine Betonprüfmaschine, üblicherweise 3000kN, mit dem mobilen Prüflabor für den Transportfall fest verbinden.
Die Versorgung mit Klimatechnik, Heizung, Strom & Starkstrom,  Wasser,  Tageslicht, Abwasserentsorgung, Wärmedämmung sowie der zum prüfen benötigten Beleuchtungstechnik ist auch bei mobilen Lösungen selbstverständlich.
Die komplexen normierten und nicht normierten Prüfungen für Beton, Zemente und Mörtel können somit standortflexibel vollumfänglich und ökonomisch durchgeführt werden.
Sehr oft werden daher mehr oder weniger intelligent  umgebaute Container  genutzt, insbesondere wenn es sich um ständig wechselnde Baustellen handelt.
In geschätzt 90 % aller Fälle sind diese Container jedoch keine Arbeitsstätten im Sinne des Gesetzes .Zumindest darf in der Mehrzahl hier nicht ständig gearbeitet werden, bestenfalls vorübergehend und für reduzierte  Zeitdauer täglich.
Das Arbeitsstättengesetz stellt natürlich für ständige Arbeitsräume bestimmte Anforderungen an einen Arbeitsplatz. Dies ist z.B.:
1.Eine lichte Höhe der Arbeitsräume von mindestens 2,50 bei einer Bodenfläche bis 100 m².
 3. Die Arbeitsräume müssen eine Sichtverbindung ins Freie aufweisen.
Lichtkuppeln und Glasdächer gelten nicht als Sichtverbindung.
4 .Es muss eine Be-und Entlüftung mit Frischluft vorhanden sein mit Lüftungsöffnungen von mindestens 2 % der Bodenfläche.
5. Im Regelfall sind die Räume mechanisch zu Be -und Entlüften ,wenn die normale Entlüftung für eine gute Luftqualität nicht ausreicht. Hier sollte man mit 50-70 m³ pro Arbeitskraft und Stunde rechnen. Zuluft ist erforderlichenfalls zu erwärmen oder zu kühlen.
6. Die Lufttemperatur im Arbeitsraum muss bei normaler körperlicher Belastung zwischen 18 und 24 ° liegen.
7. Die künstliche Beleuchtung im Arbeitsraum muss mindestens 100 Lux betragen.
Natürlich gibt es in den Gesetzestexten der Arbeitsstättenverordnung ein Sammelsurium von Ausnahmeregeln, allerding immer mit einer eingeschränkten Nutzung verbunden.
Um alle diese Dinge kostengünstig unter einen Hut zu bringen hat die Fa. Testing einen in Anlehnung an die Deutsche ARBEITSSTÄTTENVERORDNUNG(AStV) Standart-Laborcontainer als ständigen Arbeitsplatz entwickelt ,der natürlich einrichtungsmäßig individuell nach den Prüfbedürfnissen der Unternehmen eingerichtet werden kann. Es werde hierbei hochstabile High-Cube-Seecontainer umgebaut, die auch nach Einbau der doppelschaligen Decken-,Boden-u. Seitenwandwärmedämmung noch eine lichte Mindesthöhe von 2,50 m aufweisen.
Laborcontainer dürfen  als ständige Arbeitsräume nur nach ausreichender Wärmeisolierung genutzt werden(AStV § 31).Die vorschriftsmäßige Wärmedämmung sowie eine Standheizung von 2.000 W für den Winter und eine Klimaanlage für den Sommerbetrieb ermöglichen die Einhaltung der normenmäßig geforderten Laborraum-Temperaturen von z.B 18-22 °C in Deutschland. Die Vorschriften der natürlichen Belüftung und der mechanischen Be-und Entlüftungen wurden gleichfalls berücksichtigt.
PVC-Fenster mit Standartmaß  , Isolierverglasung und Stahlrolladen garantieren als Lichteintrittflächen die Innentagesausleuchtung und den Blick ins Freie.
Der verstärkte Fußboden besteht aus 2 mm rutschfesten Riffelblech oder wahlweise anderen Belägen. Die Innenwände sind mit einer Spezialkunststoffbeschichtung versehen.
Alle Energie-und Versorgungsleitungen(380/220 V) mit den entsprechenden Steckdosen, in Steckdosenverteilerleisten, Spiegelrasterleuchte unter der Decke, sowie Wasseranschlüsse und Schlammfang für Schmutzwasser und Abwasserleitung sind vorinstalliert, Sicherheitskasten,  16 A
Das Containerlabor kann mit der angebotenen Standarteinrichtung aus ausgesuchten Prüfgeräte. Das Containerlabor kann mit der angebotenen Standartausrüstung  aus Edelstahllabortischen mit 2 mm gebürsteten Edelstahl und den individuell ausgesuchten Prüfgeräten als Baustoffüberwachungslabor für Zement, Kalk, Gips , Bitumen und Mörtel eingesetzt werden. Selbst eine Druckprüfmaschine kann installiert werden. Speziell von der Fa. Testing entwickelte Sonderverstärkungen des Container-Bodens und der Seitenwände ermöglichen einen problemlosen Transport des Containers mit den spezialverschraubten Einrichtungen. Auf Grund dieser Konstruktionsmerkmale kann der Containerweltweit auf jeder Baustelle oder in jedem Produktionsbetrieb schlüsselfertig per LKW oder Containerschiff angeliefert und unverzüglich in Betrieb genommen werden.
Auch im kommerziellen Vergleich ist ein Container als ständiger Arbeitsplatz nur halb so teuer wie eine vergleichbarer konventioneller Arbeitsplatz.
Die Firma TESTING lieferte mobile 20“ und 40“ Laborcontainer im Jahr 2014 u.a. nach Brasilien & Uruguay und TESTING Betontechnologen berieten bei der Zusammenstellung der Prüflabors um bei den normierten und nicht normkonformen Prüfungen den Prüfablauf aus physischer und logistischer Sichtweise zu optimieren. Nach der Auslieferung werden Anwenderschulungen im In- und Ausland angeboten um das zukünftige Laborpersonal mit den vielfältigen Geräten und Normen (DIN/EN/ASTM/BS) vertraut zu machen und eine elegante Inbetriebnahme des Prüfbetriebes zu gewährleisten.

Technische Details am Bsp. eines realisierten TESTING 20“ Laborcontainers:
•    Länge außen:ca. 6.058 mm
•    Länge innen:(gedämmt) 5.698 mm
•    Breite außen:2.438
•    Breite innen(gedämmt):2.238 mm
•    Höhe außen:ca. 2.986 mm
•    Lichte Arbeitshöhe innen(gedämmt):2.590 mm
•    Leergewicht :ca. 2.800 kg
•    Komplettgewicht mit Ausrüstung :ca. 5.500 kg
•    Zulässiges Gesamtgewicht:30.000 kg
•    Staplertaschen 2.055 Zugriffsbreite
•    RAL Farbgebung und Beschriftung nach Kundenwunsch als Werbecontainer
•    CSC Zulassung für weltweite Transporte auf jedem Handelsüblichen Containerschiff
•    Einbau einer zusätzlichen Zugangstür 900x2000 mit Panikgarnitur und Edelstahldrücker
•    Standard-Containertüren gedämmt, ca. 2.338 x 2.585 mm12
•    Versenkte CEE-Anschlüsse an der Rückseite
•    Isolierung des Containers: Dach, Boden &  Wände gedämmt, Dämmstärke dem jeweiligen Zielland/Aufstellungsort angepasst
•    Fussboden Mehrschicht Hartholzboden Seewasserfest mit Phenol behandelt
•    Einbau eines Fensters an der Stirnseite mit Isolierverglasung,   Dreh-/Kippfunktion, mit Alu-Rollladen
•    Einbau einer Klimaanlage ca. 3500Watt mit einer modernen Splitanlage  versenkt in der Seitenwand inkl. Schutzgitter für die Splittereinheit für den Transport

 

M.Eng., Dipl.-Ing., Hans–Heinrich Reuter, Vertriebsdirektor
Dipl.-Ing. Uwe P. Zimmer,Leitender Betontechnologe

20.02.2018 to 22.02.2018

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01.09.2017 to 29.09.2017

2nd International Conference on Polycarboxylate Superplasticizers (PCE 2017) in München.
27.09. - 28.09.2017